D R U C K V E R S I O N

VersaPak Akku Upgrade

VersaPak Akku VP100 + VP110 Gold mit Lion-Akku bestücken

Nach einer Idee aus dem Internet

AKKU

Der Umbau
Den Akku laden
... geht nicht




Diese   BLACK&DECKER™   VersaPak®   Geräte benutze ich nun schon bald 20 Jahre.

WERKZEUGE

Alle funktionieren noch wie am ersten Tag, nur die originalen NiCd-Akkus oder NiMh-Akkus geben einer nach dem anderen den Geist auf.
Deshalb werden die original in der Metallhülse verbauten Akkus (3 x 4/5 Sub-C NiCd) durch einen 18650 Lion-Akku ersetzt.

AKKU 18650
Lithium-Ionen-Akku (Wikipedia)


Den 18650 mit 3,7 Volt gibt es von 1100 mAh bis 9900 mAh. Als Lithium-Ionen-Akku kann er richtig viel Power abgeben und ist damit gut geeignet für Heimwerker-Geräte.


Man kann auch fertige Akkus VP100 von z.B. Xcell mit 1300 mAh für etwa 10 Euronen pro Stück kaufen, aber für den gleichen Preis mehrere Lion-Akkus, bis zu 8 mal mehr Power, kein Memory-Effekt und nur etwa 15 Minuten Arbeit pro Akku machen das umrüsten auf Lion sehr attraktiv.





Der Umbau:

Auf dem Papier sieht das dann so aus:

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Die notwendigen Bauteile:

tn_MATERIAL

1 original VP100 oder VP110
1 Akkuhalter für 18650
1 Akku 18650
einige Zentimeter 1,5er Kupferleitung

Zum arbeiten am besten einen Dremel mit Trennscheibe, Lötkolben, ein scharfes Messer und einen Entgrater.


Warum der Akkuhalter?
Man kann den Akku leicht wechseln wenn er mal verbraucht ist. Viel wichtiger aber: Ich habe die ersten 4 Akkus direkt in die VP100-Hülse eingelötet. 2 Akkus haben schon nach wenigen Aufladungen, der dritte einige Aufladungen später den Geist aufgegeben. Nur ein Akku hielt einige Monate durch. Es scheint daß die Akkus von der Hitze beim löten stark geschädigt werden. Wenn also Festeinbau geplant ist, dann bitte Akkus mit Lötfahne kaufen!





Los geht's:

Zuerst die schwarze Kappe mit einem spitzen Werkzeug etwas von der Metallhülse abdrücken und ein wenig Öl eintropfen lassen. Dann die Kappe einige Runden drehen um das Öl zu verteilen. Jetzt läßt sich die Kappe beim drehen relativ leicht abziehen.

TIP: Sollte das mit dem Öl nicht funktionieren dann die Kappe ein bis zwei Minuten in etwa 80 Grad heißes Wasser halten.

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Mit einer kleinen Blechschere oder mit einem Dremel mit Trennscheibe den Deckel abtrennen und die Akkus herausziehen.

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Klick

Klick

Und sorgfältig entgraten um die Verletzungsgefahr zu minimieren!


Am ersten Akku ist die kleine Kappe befestigt, die als Pluspol dient.

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Die 3 Befestigungspunkte der Kappe mit einem stabilen Messer oder einem spitzen Schraubendreher abhebeln. Dabei vorsichtig vorgehen, die Kappe wird ja noch gebraucht.

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Die innen liegende Papiereinlage aus der Hülse ziehen.

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Den Auschnitt für den Akkuwechsel anzeichnen, 68mm lang und 22mm breit (28mm auf dem Umfang gemessen, siehe Zeichnung).
Die Maße sind für den vorhandenen Akkuhalter ideal. Bei anderen Akkuhaltern kann man die Maße ggf. anpassen.

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Mit einer kleinen Blechschere oder einem Dremel mit Trennscheibe ausschneiden.

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Und sorgfältig entgraten um die Verletzungsgefahr zu minimieren!


Der vorhandene Akkuhalter muß an den unteren Ecken beschnitten werden da er so nicht in die Hülse paßt.

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Beim jetzt folgenden löten vorsichtig und zügig arbeiten, denn natürlich wird das Plastik um die Kontakte des Akkuhalters auch weich!

Auf die Pluspolkappe ein Stück vom 1,5er Kupferkabel auflöten und in die Frontseite einsetzen, Akkuhalter mit Plus zur Front in die Hülse auf das Kupferkabel draufschieben, anlöten und abkneifen.

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Bitte NICHT die vorhanden dünnen Kabel vom Akkuhalter verwenden. Die mögen zwar für eine Lampe gut sein, aber in einer Maschine geben die Lion-Akkus schon mal mehrere Ampere ab. Hier besteht mit den dünnen Kabeln akute Kokel-Gefahr!



Akkuhalter wieder aus der Hülse nehmen, in den Minus-Kontakt ein Stück vom 1,5er Kupferkabel einlöten.

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Den Akkuhalter in die Hülse einschieben, Pluspolkappe muß bis zum Anschlag in die mittige Öffnung. Das Minus-Kabel an die Hülse anlöten.
Damit der Akkuhalter auch bombenfest sitzt kann er jetzt mit Heißkleber fixiert werden.

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Als letztes wird die Endkappe wieder vorsichtig unter drehen auf das Ende der Hülse geschoben und der Akku in die Hülse eingesetzt.

FERTIG 

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Und nicht gleich grantig werden wenn der Akku nicht sofort volle Leistung bringt. 
 Neue Lion-Akkus brauchen mehrere Lade-Entlade-Zyklen bis sie ihre volle Kapazität errreichen. 






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Den Akku laden:

Ladegeräte für 18650 Akkus gibt es von 1 bis 4 Akkus, schlicht oder mit ausgfeilter Elektronik und auch mit Display. Man muß aber dafür jedesmal den Akku aus der Hülse nehmen.

Deshalb habe ich von einem VP130 das Netzteil abgeknipst und das Kabel an die beiden Pole eines Lion-Laders angelötet. So kann ich bequem wie schon immer den kompletten Akku laden.

Bitte beim anlöten des Kabels genau auf die Polung achten. Ein falsch gepolter Lion-Akku kann gefährlich werden. 


LG2
LG1






Der etwas andere Akku:

Mir sind auch Akkus untergekommen bei denen der Ring um den Pluspol nicht wie links zu sehen aus schwarzem Plastik besteht.
Er ist - von außen deutlich erkennnbar - aus Metall (rechts) und nicht in der Hülse sondern fest auf dem inneren Akku verbaut.

Klick

Solche Akkus muß man nicht erst öffnnen, der Metallring läßt sich nicht abmontieren ohne daß man ihn dabei zerstört.




VersaPak® - History (Auszug)


1994 – Einführung des vielseitigen VersaPak® Systems – mit den gleichen Akkus und Ladegeräten können verschiedene Werkzeuge in Werkstatt, Haus und Garten genutzt werden.
Als BLACK+DECKER™ SnakeLight® präsentiert, wird klar, dass das Unternehmen in Nordamerika wohl bald Markführer im Bereich hochwertiger Taschenlampen sein wird.

1998 – Unter den herausragenden Produkten auf dem nordamerikanischen Markt finden sich ... das mit VersaPak® Akkus betriebene Quattro 7,2 V 4-in-1 Kombi-Werkzeug.


(Quelle: BLACK&DECKER™ - Höhepunkte des Fortschritts   &   BLACK&DECKER™ - Timeline)














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