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Kühlung

 Bei Holz oder Kunststoffen ist Kühlung noch nicht so wichtig. Aber schon bei Aluminium wird es evtl. kritisch. Alu sollte man nicht trocken fräsen. Macht man es doch, passiert folgendes: 
 Wenn ich z.B. eine Nut fräse, bleiben erstmal die Späne in der Nut liegen, verklemmen sich irgendwann zwischen Fräser und Werkstück und erzeugen Reibung und somit auch Wärme. Irgendwann ist die Temperatur so hoch, das das Alu wie Kaugummi wird, anfängt mit schmieren, sich im Fräser festsetzt und noch mehr Reibung zwischen Fräser und Werkstück erzeugt usw. Eine saubere Nut fräsen ist nun nicht mehr möglich. 

 Aber auf eine Kühlung mit Bohrmilch habe ich keinen Bock. Das kostet viel Arbeit und Geld, die Maschine dafür umzubauen, die Flüssigkeit soll ja nicht in jede Ecke der Maschine laufen. Außerdem das putzen hinterher und der Gestank, wenn die Bohrmilch nicht mehr ganz frisch ist (Brrrrr).

 Für eine Minimalmengen-Kühl(schmier)ung ist mein wirklich kleiner Kompressor mit 20 Liter Behälter unterdimensioniert. Das würde nur für 1 - 2 Minuten funktionieren.   (http://www.4nc.de/spruhkuhlung.html




Also mußte eine einfache Lösung her: 

 Eigentlich ist meine Kühlung gar keine richtige Kühlung. Pressluft aus dem Kompressor wird über ein Druckminderventil und ein Magnetventil in einen Gliederschlauch geleitet. Dieser wird direkt auf die Fräserspitze (ich sag immer den Tatort) gerichtet. Der Luftdruck wird mittels Druckminderer so eingestellt, das gerad so die Späne vom Tatort geblasen werden. Die oben beschriebene Gefahr ist somit gebannt. Naja, ein wenig kühlt es auch, der Rest muß mit weniger Drehzahl und/oder weniger Vorschub gemacht werden. 


 Ich bastele halt gern selbst, evtl. kommt später noch eine Spanabsaugung dazu.



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