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Meine Geschichte: Wie ich zu Atari kam

 Wenn jemand wissen möchte wo ich wohne: ganz in deiner Nähe gibt es im weiten Weltraum eine Galaxie Namens Atari. In dieser Galaxie findest du das Sonnensystem XL/XE und auf dem achten Bit ...ääähhhh Planet wohne ich.

 Und hier meine Geschichte: Ich bin bei einem Arbeitskollegen hoffnungslos dem Atari verfallen. Aber von vorne...  Es war 1986, ich war 27 Jahre alt und mein Traum war ein KC-Computer. Mit dem KC waren für damalige DDR-Verhältnisse "gewaltige" Sachen möglich wenn man das Glück hatte alle Komponenten zu bekommen. Aber trotz Monate langem laufen in das einzige brauchbare Elektronik-Geschäft in Magdeburg ging die Sache nicht so recht vorwärts. Eines schönen Tages meinte also ein Arbeitskollege zu mir: "Ich habe von meiner Tante aus dem Westen einen Atari-Computer bekommen. Komm mich doch mal auf eine Stunde besuchen und ich zeige dir den Computer".
 OK sagte ich und stand am nächsten Tag um 10:00 Uhr an seiner Tür.  Er schloss seinen 800XL an den Fernseher an und schon ging das Pfeifen der Datasette los. Nach einer Ewigkeit war das erste Spiel geladen, es war DIAMONDS. Wir fingen an zu spielen. Später zeigte er mir einige andere Spiele und auch ein paar Programme, und schon war es um mich geschehen.  Inzwischen kochte er Nudeln mit Tomatensauce. Dann kamen wieder einige Spiele. Irgendwann gab es Abendessen, dann spielten wir wieder DIAMONDS. Und das unabwendbare passierte: Je mehr Punkte ich im Spiel erreichte, um so mehr packte mich das Fieber. Also "...ein Spiel noch.", und "... aber jetzt nur noch eins", usw. usw. Als ich dann meinte dass ich mal Heim gehen müsste, war es halb Eins am nächsten Morgen.

 Was nun kam war jede (Ost)-Mark die ich übrig hatte in DM umtauschen um mir irgendwann mal einen ATARI kaufen zu können. Nach etwa 9 Monaten und mehr als 2000 Ostmark konnte ich mir dann in unserem Intershop (West-Laden im Osten) für DM 199 einen 800XL mit XC12 kaufen. Im ATARI-Club der Technischen Hochschule bekam ich den Schaltplan für eine Turbo-Erweiterung für die XC12 die natürlich sofort eingebaut wurde. Fortan war der ATARI mein Hobby und mein Arbeitsgerät. 1989, nachdem plötzlich die Grenze verschwunden war, bin ich dann gen Westen geritten und habe mir in einem Second Hand Shop zwei Floppy 1050 mit einem für meine damaligen Verhältnisse riesigen Paket von etwa 30 Disketten zu einem relativ guten Preis gekauft.
 Später stellte ich mal fest daß alle Bekannten und Verwandten mit Computer keinen Atari sondern einen C64 hatten. Aber die konnten mich natürlich nicht meinen wenn sie sagten ich solle mir doch auch so einen kaufen. Ich hatte einen viel besseren Atari.
 Im Jahr 1993 habe ich dann den ATARI nach mehrjähriger Nutzung eingemottet und mir wie alle anderen einen PC zugelegt, aber so etwa im Jahr 2002 fiel mir auf dass mein alter Atari doch auch einige sehr gute Spiele hatte. Also habe ich ihn wieder aus dem Karton geholt und mal Testweise einige Spiele geladen. Und schon war ich wieder mit dem ATARI-Virus infiziert, der mich nun nicht mehr losläßt. Ich fing nun auch an alles was es an 8-Bit Hardware und Software gab und gibt zu sammeln. Inzwischen habe ich eine recht umfangreiche ATARI-8-Bit-Sammlung und beschäftige mich fast täglich mit Hardware oder Software vom ATARI.

 Die Idee diese Geschichte zu schreiben finde ich übrigens so gut dass ich diese jetzt auch auf meiner Website veröffentliche. Wer diese Geschichte noch nicht geschrieben hat, sollte das schnell nachholen und sie dann an den ABBUC schicken.