D R U C K V E R S I O N

 Fehler im Refresh bei der MegaRAM 1 und MegaRAM 2 der Firma K. Peters beseitigen

 Ich habe mir Ende des Jahres 1990 eine MegaRAM 1 der Firma K. Peters gekauft und in einen 130XE eingebaut. Nach dem Einbau war ich natürlich stolz dass die Sache funktionierte, aber schon bald stellte sich wieder Ernüchterung ein. Mit Kopierprogrammen wie Sectorcopy 1.5 etc. funktionierte das Teil prima. Aber beim kopieren einzelner Files mit etwa Multifilecopy vom Compy-Shop verlieren sich die Daten in der RD sehr schnell.
 Das war auch der Grund weshalb ich mich ausgiebig mit der Elektronik des Atari und der verschiedenen Erweiterungen befaßt habe. Trotz umfangreicher Tests gelang es mir damals nicht den Fehler zu finden. Da ich ja auch nur ein Amateur-Elektroniker bin hatte ich auch nicht die geeigneten Meßgeräte zur Verfügung. Es gab dazu auch einen Artikel im TOP-Magazin Mai 1991 von Tobias Geuther, der dieses Problem ebenfalls hatte. Leider hatte auch er keine Lösung anzubieten.
 Nachdem ich nun Anfang 1999 meinen Atari wiederentdeckt hatte (1993 eingemottet) kam auch wieder dieses Problem auf mich zu. Im Internet habe ich geforscht, mit dem RechnerDoc Andreas Hintermüller kommuniziert und gesucht, gesucht, gesucht.
 André ‘MacFalkner´ Bertram ( und sein Programm MEMDRV10 hat mir dann den entscheidenden Hinweis gegeben, es liegt an den verwendeten RAM´s 414256 und dem Refresh den diese RAMs brauchen. Hier der Text.
 Wenn in diesem Text von Compy-Shop die Rede ist, ist die MegaRAM gemeint die in allen drei Versionen NICHT wie irrtümlich immer angenommen vom Compy-Shop sonderm von der  Firma K. Peters hergestellt und vertrieben wurde.

Die Änderung ist recht simpel und sieht so aus:
Refresh-Bugfix


 Nachdem ich nun diese kleine Änderung vorgenommen habe funktioniert meine MegaRAM 1 fehlerlos. Später kam ich zu einer MegaRAM 2, und mußte feststellen dass die auch dieses Problem hat. Ich habe die MegaRAM 1 und 2 verglichen und festgestellt dass die Schaltung der beiden identisch ist. Der stets auf seinen Vorteil bedachte Herr Peters hat sich wohl hier durch eine simple Änderung des Leiterplattenlayouts eine zusätzliche Einnahme verschafft.
 Im Zusammenhang mit einer Portbit-Umschaltung für die MegaRAM kamen auch schon einige Anfragen von anderen Usern dazu. Das hat mich veranlasst mal ein Bild und einen Schaltplan mit Änderung zu zeichnen. Nochmal angemerkt: die Version 1 und 2 sind von der Schaltung identisch. Durch das unterschiedliche Layout sind nur die einzelnen Gatter vom 74LS00 und 74LS32 anders verteilt.

Aussehen

Schaltplan

Zum downloaden beider Bilder auf das Bild klicken (74 KB)


 Unten ist in grün die neue Refresh-Leitung zu sehen. Das Kreuz in der gestrichelten Linie am Ausgang des Gatters vom 74LS32 gibt an dass die Leitung an dieser Stelle aufgetrennt werden muss oder es kann auch der entsprechende Pin des IC "geliftet" werden. ( MegaRam 1 - Pin 4 / MegaRam 2 - Pin 11)

 Der Schalter etwas weiter oben dient dazu zwischen Portbit 7 (original) und Portbit 5 umzuschalten ( AM/CS ). Die Leitung wird am 74LS157 Pin 6 getrennt. Ausserdem kann man bei Benutzung von Portbit 7 den getrennten Antic-Zugriff wieder auf Port-Bit 5 schalten (nur beim 130XE). Dazu ist statt des einen UM-Schalter ein zweifach-UM-Schalter nötig, in grün rechts in dem kleinen Kästchen.

 Nebenbei ist interessant dass bei den MegaRAM 1 & 2 NICHT das Phi2-Signal benutzt wird. Bekanntlich ist ja Phi2 eine kritische Sache und führt bei zusätzlicher Belastung in dem einen oder anderen Rechner dazu dass nichts mehr geht. Entweder durch Verschiebung des Signals oder etwa bei der Mexico-CPU durch abschwächen des Signals (unsaubere Flanken). Dieses Problem wird durch die etwas Abenteuerliche Schaltung im unteren Teil des Schaltplanes elegant umgangen. Es werden einfach aus /CAS die Signale /CAS Main und /CAS Bank neu erzeugt. Das funktioniert in jedem XL oder XE.


Fehler im Refresh bei der MegaRAM 3 der Firma K. Peters beseitigen

 Artikel von Erhard Pütz im ABBUC-Magazin 63

 Bei der MegaRAM 3 tritt der Refresh-Fehler ebenfalls (aber nur in XL-Rechnern) auf. In der ZIP-Datei sind der Text und eine Grafik aus dem ABBUC-Magazin 63 zu finden. MRF3.ZIP  (39 kByte)


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